• juliaheinrichs

...und ihre Reise hat begonnen


Myanmar, Bagan

Nur ich und mein Gefühlschaos

Als ich vor kurzem nach sehr langer Zeit meinen ersten Blog Beitrag gelesen habe, musste ich sehr schmunzeln. Er ist hölzern, ohne Emotionen und langweilig. Uff … kein Kompliment an mich selbst, aber man merkt deutlich, dass da etwas geschrieben wurde, um eine leere Seite zu füllen.

Ich habe mir mit dieser Webseite und dem Blog über das Reisen und die Fotografie vor 3 Jahren einen Lebenstraum erfüllt.

Soweit so gut! Da war sie nun, meine Webseite. Mit der ersten Euphorie kamen dann die Ernüchterung und die Frage, wie es jetzt weiter gehe. Wo will ich hin in meinem Leben und welche Puzzleteile fehlen noch?

Manchmal brauchen Dinge oder Umstände viel Zeit und Raum, um sich zu entwickeln.

Die Suche nach Inspiration hat mich dann unter anderem des Öfteren nach Madrid und Berlin geführt.

Ich liebe Berlin und kann gar nicht oft genug dort sein, quasi mein „place to be“. Aber da die Stadt so vielfältig ist und so viel zu bieten hat, schaffe ich es kaum meine Kamera auszupacken und genieße dort auch einfach gerne das süße Leben und das „sich treiben“ lassen.

Im Laufe meines Lebens habe ich gelernt, das perfekte Unperfekte zu lieben. Soll heißen, ich habe oft Chaos in meinem Kopf und manchmal weiß ich gar nicht, was ich zuerst machen oder lernen will.

Es gibt da draußen so viel zu entdecken und ich bin so neugierig auf alles, was da noch so kommt. Möchte ich fotografieren, möchte ich ein Buch schreiben, möchte ich monatelang auf Reisen gehen? Ja, am liebsten alles zusammen! Was nicht so abwegig ist, da sich alles zusammen wunderbar kombinieren lässt. Noch stehe ich am Anfang, aber die Richtung fühlt sich für mich stimmig und richtig an.

Ich mag Großstädte, das pulsierende Leben, Farben, Gerüche, fremde Kulturen, Street Food etc. Ich brauche aber auch genauso die Ruhephase danach in Abgeschiedenheit, um diese ganzen Eindrücke zu verarbeiten. Glücklicherweise habe ich für mich die perfekte Wohnsituation in der Stadt gefunden, die ich lieben gelernt habe, die mir die perfekte Balance zwischen aktivem Stadtleben, Kultur und Natur bietet.

Zurück zur Fotografie. Irgendwie haben mir Impulse gefehlt und ich hatte das Gefühl festzustecken. Ich brauchte ein Abenteuer in meinem Leben und ich hatte den unbändigen Wunsch zu reisen. Eigentlich schon immer. Ich wusste, dass meine erste lange Reise mich nach Südostasien führen würde, genauer nach Myanmar. Wie kam ich gerade auf Myanmar? – Das am wenigsten touristisch erschlossene Land in Südostasien? Erstens mag ich keine touristisch überlaufenen Gebiete und wandere gerne auf meinen eigenen Pfaden, zweitens gab es in meiner Kindheit eine Serie „Anna und der König“ und irgendwie habe ich Burma bzw. Myanmar damit verbunden. Nach reiflicher Überlegung habe ich meinen Job gekündigt, nur den Hinflug und eine Woche Unterkunft gebucht. Ab dann wollte ich meinem eigenen Flow folgen.

So einfach, wie sich das jetzt hier anhört, war es nicht für mich. Der Wunsch war schon lange vorher da und irgendwie habe ich auch immer daraufhin gearbeitet, aber trotzdem kamen zwischendurch oft Zweifel. Ist das die richtige Entscheidung? Was passiert, wenn Schreckensszenario A, B oder C eintrifft (keines ist eingetreten). Ich war geplagt von Ängsten und das war auch der Grund, warum ich tief in meinem Herzen wusste, ich muss es einfach tun. Mir war klar, wenn ich diese Reise mache, stelle ich mich meinen tiefsten Ängsten.

Und dann ging es los, am 03.01.2020 Richtung Frankfurt Flughaften mit Ziel Mandalay/Myanmar, beladen mit einem Backpack und einem Frontpack.

Ich gebe zu, die ersten beiden Tage waren hart. Das erste Mal Übersee und auf mich allein gestellt, wäre ich am liebsten nach 48 Stunden wieder zurück nach Hause geflogen. Aber ich habe durchgehalten und wurde mit der schönsten Zeit meines Lebens belohnt.

Mehr davon gibt es mit meinen nächsten Posts.

LG Julia

P.S.: Stell ruhig deine Fragen zu meiner Reise in den Kommentaren

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